ELTERNBRIEF Januar/Februar 2010
So kommt Bewegung ins Haus
Die
Wirkung von dauerhafter und regelmäßiger körperlicher Betätigung ist
durch hinreichende wissenschaftliche Studien belegt. Bewegung wirkt
sich auf das Selbstbewusstsein, die Abwehrkräfte und die
intellektuelle Entwicklung des Menschen aus. Bewegung ist nämlich viel
mehr als bloß eine Sache von Muskelkraft und Ausdauer, Gleichgewicht
und Schnelligkeit – „Bewegung bedeutet für Kinder einen wesentlichen
Zugang zur Welt“ so formuliert es Renate Zimmer, Prof. für
Sportwissenschaft, Universität Osnabrück.
Leider
bewegen sich lt. Studie der U8 und U9 Kindergartenkinder viel zu
wenig. Es gibt Schwierigkeiten z.B. beim Rückwärtsgehen, beim
Ballwerfen und –fangen und auf einem Bein zu hüpfen.
Vielen
Eltern ist die Bedeutung von Bewegung oft nicht bewusst. So ersetzen
heute Fernseher, Video und Computerspiele viele der früher üblichen
intensiven Bewegungsspiele. Mittlerweile ist die Umwelt der Kinder so
gefährlich geworden, dass die meisten ihre Wege nicht mehr allein
gehen können, sondern von einer Aktivitätsinsel zur nächsten gefahren
werden. Oftmals sind es die Kinder vom Spielplatz her gewohnt, von
ihrem Eltern jeglichen Service zu erhalten, der ihnen die eigene
Anstrengung abnimmt: Sie werden auf die Schaukel gehoben, auf dem
Karussell angeschoben oder an der Hand über den Kletterparcours
geführt. Wichtiger wäre es, den Kindern die Möglichkeit zu geben, die
Bewegungsabläufe durch unermüdliches Ausprobieren zu erarbeiten.
Kinder -
gleich welchen Alters – bewegen sich nicht, um ihren Körper zu
trainieren oder Unfällen vorzubeugen, sondern sie rennen, springen,
werfen, balancieren, toben weil sie Freude an der Bewegung haben.
Dabei lernen sie gleichzeitig sich selber kennen und ihre Fähigkeiten
einschätzen. Sie entwickeln mit zunehmendem Können ihr
Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen, erfahren aber auch ihre
Grenzen. Sie lernen, gemeinsam mit anderen etwas zu tun und sich mit
ihnen zu messen. Sie drücken sich aus und erschließen sich ihre
Umwelt. Sie kräftigen durch die Bewegungsspiele auch ihre Muskeln und
beugen so Haltungsschwächen und Fußfehlstellungen vor. Sie trainieren
ihr Herz- Kreislaufsystem, werden dadurch körperlich belastbarer,
ermüden nicht so schnell und brauchen kürzere Erholungsphasen. Das
geschieht selbstverständlich alles unbewusst. Außerdem sind Kinder,
die sich viel bewegen und dadurch ihre körperlichen Fähigkeiten sowie
den Gleichgewichtssinn schulen, deutlich weniger unfallgefährdet.
Elternhaus
und Kindergarten können viel dazu beitragen, dass sich unsere Kinder
wieder mehr bewegen.
Anja
Landowski, unsere Bewegungsexpertin, möchte aus diesem Grund in der
Zeit vom 22. – 26. 2. eine Woche der Bewegung im Hause anbieten.
Mit den
besten Wünschen für ein zufriedenes neues Jahr sage ich mit Erich
Kästner: Es gibt nichts Gutes, außer: Man tut es.
Christel
Rommel
TERMINE
Januar/Februar 2010
10.
2. Besuch vom zahnärztlichen Dienst in allen Gruppen
Faschingsfest,
Aushang mit Thema folgt
22. – 26. 2.
Woche der Bewegung mit Anja Landowski
Bitte vormerken:
29. 5. 2010 Kita-Geburtstag,
50 Jahre; Festgottesdienst um 15.00 Uhr
mit anschließendem Fest
12.7. – 3.8. Sommerschließung
2010 (1.Öffnungstag: 4.8.)
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