Evangelische Kirchengemeinde

Schönow-Buschgraben

2008

 

Juli / August / September 2008
 

Unser Gemeindefest - Ein voller Erfolg!

Am 14. Juni 2008 fand unser diesjähriges Sommerfest statt. Schon Tage vorher konnte man auf der Andréezeile erkennen, dass im Bereich unserer Kirche irgendetwas im Busch war. Durchfahrts- und Halteverbotsschilder standen am Straßenrand, und immer wieder sahen sich geschäftige Menschen, Pläne und Skizzen in den Händen, auf der Straße um.
Am Samstag war es dann so weit: Die Straße war vom frühen Morgen an gesperrt und Umleitungen ausgeschildert. In der Kirche, dem Gemeindehaus und vor der Kirche wurde eifrig gebaut. Eine Bühne, ein Kletterturm, eine Garderobe für einen Zirkus, Imbissstände, Grills usw. Die ersten neugierigen Passanten blieben stehen und beobachteten die Aktivitäten, die – je später es wurde – immer hektischer wurden.
Kurz vor 15 Uhr läuteten die Glocken zum Beginn des Familiengottesdienstes, mit dem das Sommerfest begann und bei dem die „Großen“ des Kindergartens in die Schulzeit verabschiedet wurden.
Nach dem Gottesdienst wurde es auf dem Kirchvorplatz sehr schnell ziemlich lebhaft. Der Posaunen- und der Kirchenchor stellten sich auf und sangen und spielten bekannte Lieder, die beim zahlreichen Publikum für gute Laune sorgten.
Am Kletterturm hatten die Helfer alle Hände voll zu tun, die „Klettermaxen“ sicher in die Höhe und auch wieder herunter zu leiten.
Und auf der Straße begann der Mitmach- Zirkus der Emil-Molt-Schule „Molto Vitale“mit seinen Vorführungen, die die Zuschauer immer wieder zu Begeisterungsstürmen hinrissen.
Es war schon  tierisch viel los an diesem Nachmittag, und die 600 bis 700 Gäste genossen die vielen künstlerischen Angebote, die von Klezmermusik der Gruppe „Klezmeschugge“ über Volkstanz bis zu den in unserer Gemeinde wohlbekannten „Lankwitz Horns“ reichten.
Dass sich die vielen Gäste wohlfühlten, war spürbar an der lockeren, fröhlichen Stimmung und an dem Verzehr von Unmengen Kuchen und 800(!) Bratwürsten. Auch der Cocktailstand war dicht umlagert, und ich muss gestehen, meine Frau und ich haben ein bis zwei Piña Colada genossen. Es war wie im Urlaub!
Gegen Abend kamen dann die Jugendlichen mit den drei Rockbands „Buschfunk“, „Even Odd“ und „Exit“ zu ihrem Recht. Schön, dass auch von den anwohnenden Nachbarn keine Beschwerden kamen, da sie rechtzeitig informiert worden waren!
Um 22 Uhr endete dieser wunderschöne Tag mit einer stimmungsvollen Taizéandacht.

PS: Beim anschließenden Aufräumen wurde Olaf, unser Gemeindefuchs beobachtet, wie er sich an den Essensresten labte. So war auch für ihn das Fest ein voller Erfolg.
Und als dann endlich Ruhe einkehrte, waren nur noch die Rufe der drei Waldohreulen zu hören, die hungrig nach ihren Eltern riefen. Aber das ist eine andere Geschichte…

Thomas Müller

    

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Mai /  Juni 2008
 

Liebe Leserinnen und Leser,

Ein Blick auf die Veranstaltungsseite dieses Gemeindeblattes zeigt: In Schönow-Buschgraben geschieht auch in den Monaten Mai und Juni viel.
Am Pfingstsonntag werden wir einen Themengottesdienst feiern, der von einer Gemeindegruppe vorbereitet wird. Sein Thema: „Geist und Ungeist“.
Der ökumenische Gottesdienst am Pfingstmontag, gemeinsam mit den Gemeinden St. Otto und Zur Heimat, findet in diesem Jahr um 10.30 Uhr in unserer Kirche statt.
Mit Phantasie und Engagement bereiten viele Menschen aus der Gemeinde wieder unser Sommerfest vor. Hier können Sie lesen, was Sie alles erwartet.
Der Konfirmandenunterricht geht in die „heiße Phase“: Am 29. Juni und 6. Juli werden insgesamt 27 junge Menschen in unserer Kirche konfirmiert werden. Dazu finden Sie  ein Interview mit einigen von ihnen. Dietlind Axmann führt sich damit als neues Redaktionsmitglied ein. Wir anderen freuen uns darüber und heißen sie auch an dieser Stelle herzlich willkommen.
Für alle, die unsere nächsten „Konfis“ werden wollen, sei auf den Artikel „Mehr Zeit für Konfis“ hingewiesen, denn in Zukunft wird sich im Konfirmandenunterricht unserer Gemeinde einiges ändern. Konfis und andere Jugendliche sollten sich die Einladung zum Landesjugendcamp in Hirschluch ansehen und schleunigst dafür anmelden (hier).
Auch musikalisch steht einiges auf dem Programm: Zwar haben für den Kinderchor die Proben schon am 23. April begonnen, aber neue Sänger werden gern noch aufgenommen.
Auch Erwachsene, die es mit dem Singen einmal wieder versuchen wollen, haben jetzt die Möglichkeit, wenn der Chor vom 8. Mai an das Programm für das Sommerfest probt. Und vielleicht haben Sie danach Lust dabeizubleiben und für die Aufführung der Messe KV 140 von Mozart im Oktober mit zu proben.
Sie möchten Musik nur hören ? Dann kommen Sie zu dem Konzert „Was ist Zeit und Welt“ am 24. Mai oder in den Gottesdienst am 25. Mai. Dort singen der Chor der Paulusgemeinde und unser Chor die doppelchörige Motette „Jauchzet dem Herrn“ von Heinrich Schütz.
Oder interessieren Sie sich mehr für Fragen von Naturwissenschaft und Glauben? Am 21. Mai hält Professor Ganteför einen Vortrag mit dem Thema „Die Schöpfung aus Sicht der Naturwissenschaften“. Ganz besonderes Interesse verdienen die Gottesdienste am 8., 15. und 22. Juni. Es werden sich drei Kandidaten für die Pfarrstelle in unserer Gemeinde mit Predigt und Nachgespräch vorstellen.
Vielleicht wollen Sie aber nicht nur „konsumieren“, sondern selbst aktiv werden? Wir laden Sie ein, beim „Kreativen Frühstück“ mit anderen Interessierten darüber nachzudenken, wie wir unser Gemeindeleben noch vielfältiger gestalten können: der erste Samstag im Monat.
Und schließlich in eigener Sache: Lesen Sie die Einladung „Gemeindeblatt sucht Sie“, und kommen Sie am 1. Juli um 20.00 Uhr ins Gemeindehaus!

Für das Redaktionsteam Ruth Nitzsche 

 

Leben auf der Straße 

Ausblick auf das Gemeindefest am 14.06.

 Die Gemeinde lebt. Das ist mal mehr, mal weniger zu spüren. Die Gemeinde lebt nicht nur am Sonntagmorgen, sie hat auch ein Alltagsgesicht - wenn sich Menschen unterschiedlichen Alters treffen, um miteinander zu sprechen, zu spielen, zu tanzen, Bibel zu lesen, zu beten, zu singen.

Die Gemeinde - Menschen wie Du und ich, Nachbarn und Freunde, Kinder und Jugendliche, Männer und Frauen, ehrenamtlich Engagierte und hauptberuflich Tätige - versteht auch zu feiern.

Und sie lädt die Menschen rund um die Kirche in der Andréezeile dazu ein, am 14. Juni von 15 Uhr bis 22.30 Uhr mitzufeiern.

Wie im vergangenen Jahr soll es auch 2008 ein Straßenfest geben, und wie beim letzten Mal haben  wir und vielfältiges Programm zusammengestellt, das wir Ihnen und Euch hier präsentieren:

Wir beginnen um 15 Uhr mit einem Gottesdienst für alle Generationen, besonders aber für Familien mit kleineren Kindern, denn die KiTa verabschiedet an diesem Tag ihre “Großen”, die nach den Sommerferien Schulkinder sein werden.

Unser POSAUNENCHOR wird sommerlich gute Laute verbreiten, ebenso wird der GEMEINDECHOR uns mit leichter Muse erfreuen. Im Garten können Sie gemütlich Kaffee trinken, Kuchen genießen und sich über Sketche amüsieren.

Vor der Kirche wird derweil ein buntes Kinderprogramm angeboten - der Kletterturm darf ebenso wenig fehlen wie der Mitmach-Zirkus “Molto vitale”, aber auch “Spiel ohne Grenzen” lockt. Wer es ruhiger angehen möchte, kann sich erst einmal im Garten schminken lassen.

Die im letzten Jahr völlig geplünderte Cocktail-Bar erwartet gut gerüstet Durstige, aber auch Bier, Saft und Wasser stehen bereit, damit man die Bio-Bratwurst nicht trocken herunterwürgen muß.

“Komm, tanz mit mir!” heißt es auch in diesem Jahr - und zwar gleich mehrfach: Die gleichnamige Tanzgruppe lädt zum Zuschauen und Mitmachen in den Garten, Mr. Wainwright läßt auf der Bühne die Sohlen krachen, und die Mittlere Generation ist am frühen Abend zum Schwoofen in die Kirche eingeladen.

Selbstverständlich gibt es Disco auch wieder schon für die Jüngsten, gleich nach der Verabschiedung der KiTa-Kinder.

Auf der Straßenbühne spielen am Nachmittag “Klezmeschugge” auf, in der Kirche geben um 18 Uhr die Lankwitz Horns  eine Kostprobe ihres Könnens (Gospel, Pop und Weltmusik).

So richtig zur Sache geht es musikalisch am Abend auf der Bühne auf der Andréezeile: Gegen 19 Uhr rockt “BUSCHFUNK” aus Güterfelde, um ca. 20 Uhr “EVEN ODDS” aus Lankwitz, und “EXIT” heizt bis zum Programmschluß um 22 Uhr ein.

Abschließen wollen wir diesen Tag mit einer Taizéandacht um 22 Uhr.

Wir hoffen inständig auf gutes Wetter - und daß Sie sich für diesen Tag nichts anderes vornehmen, sondern feste mitfeiern!

Für ein gutes Gelingen dieses Sommerfestes sind wir auf eine große Anzahl freiwilliger Helferinnen und Helfer angewiesen und freuen uns über Kuchen-, Salat-, aber auch Geldspenden. Bitte lassen Sie uns über das Gemeindebüro wissen, ob Sie zur Mitarbeit bereit sind, damit wir Dienstpläne machen können, so daß alle auch genügend Zeit zum Einfach-nur-Genießen haben!

von Stephan Schaar (Text), Thomas Harting (Fotos)

 

Konfirmandenunterricht, der große Unbekannte?

Dietlind Axman sprach mit den Konfirmanden Fanny, Annkathrin, Lisa R. und Johannes, um herauszufinden was einen beim Konfirmandenunterricht erwartet und welche Voraussetzungen man mitbringen sollte.


Konfirmation 29. Juni: Sonja Duscha, Carolin Ector, Kim Fritz, Anne-Marie Glowienka, Sean Green, Sina Haas, Johanna Hintze, Fabian Jost- Brinkmann, Stephan Kammen, Alexander Kutscher, Mike-Marvin Liebke, Nathalie Netter, Alexander Otto, Fanny Pernice, Nadine Thümmler

Es gibt in diesem Jahrgang eine große Gruppe mit 28 Jugendlichen, 1/3 Jungs und 2/3 Mädchen. Bei der Themenarbeit werden sie in drei kleinere Gruppen aufgeteilt. Von unseren Vier bejubelt werden der tolle Pfarrer Stephan und Uwe, unser spitzenmäßiger Gemeindejugendarbeiter, sowie das gesamte Konfer-Team. Ganz wichtig bei der Gruppenarbeit sind Dirk, Wiebke, die beiden Florians, Kira und Tanja. Johannes meinte: „die netten Teamer sind große Klasse“. Das Konfer-Team besteht aus bereits konfirmierten Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die gemeinsam mit dem Pfarrer und Jugendarbeiter den Konfirmandenunterricht vorbereiten und durchführen.
Übrigens, die Konfirmanden sind im Schnitt 13 Jahre alt und werden mit 14 Jahren konfirmiert. In diesem Jahr sind die
Termine am 29. Juni und am 06. Juli. Der gesamte Konfirmandenunterricht dauert in diesem Durchgang ein Jahr und beträgt in der Woche eineinhalb Stunden, ist also sehr intensiv und kompakt, aber mit weniger Anfahrtsaufwand verbunden. Gottesdienstbesuche sind in der Zeit 18-mal angesagt, es gibt kein Protokoll wie früher, sondern eine Konfercard. Mir wurden drei stark benutzte und fast zerfetzte doppelseitige DIN-A5-Ausweise mit Datum und Unterschriften gezeigt, die davon zeugten, dass sie regelmäßig in Gebrauch waren. Nur eine der Karten war noch in einem besseren Zustand.

Was gefällt euch am meisten am Unterricht?
Super finden alle vier: “das  Singen aus der Ton-Taube, die Konferfahrt, die Spiele, das Zusammensein und das Kennen lernen neuer Freunde“.

Wie läuft eine Unterrichtsstunde normalerweise ab?

Zuerst singen, von Stephan mit Gitarre begleitet, Anwesenheitskontrolle,  Gottesdienst, singen, Aufteilung in Gruppen, Themenarbeit, gemeinsames Besprechen, Singen, Spielen und am Ende ein Lichtspruch – das heißt: Wir Lesen im Kerzenlicht eine Bibelstelle zum bearbeiteten Thema.

 

Welche Themen habt Ihr schon besprochen?

„Die 10 Gebote und die Seligpreisungen waren wirklich gut“, fanden Fanny und Annkathrin. „Superspitze war das Thema ‚Verbindung zu Gott‘“, meinten Lisa R. und Johannes. Dazu wurde ein Plakat gestaltet, das auf der einen Seite Gott zeigte, der durch ein Tal von den Menschen auf der anderen Seite getrennt  wurde. Die Auflösung war  dann das Kreuz im Tal. Es stellt mit Jesus die Verbindung zwischen beiden Seiten her. Auch viel Kreativität wurde freigesetzt, um biblische Texte in die heutige Zeitungssprache zu übertragen. Es entstanden Boulevardzeitungen mit biblischen Schlagzeilen in reißerischer Aufmachung. Die waren wirklich ein Knüller. Gemeinsam wurden im Gruppenraum Filme per Beamer gesehen, u.a. „die Welle“ und „Luther“, das Leben Martin Luthers  als aufwändiges Historienepos.

Erzählt mir ein wenig von der Konferfahrt.

Mit dem Bus und den Konfirmanden der Stephanusgemeinde sind wir fünf Tage während der Herbstferien nach Groß Pinnow an der deutsch- polnischen Grenze gefahren. „Im Tante-Emma- Laden um die Ecke gab es so leckere Duo-Schokoprinzen“, riefen gleichzeitig Fanny und Annkathrin. Außerdem schliefen wir zu sechst in 4er-Zimmern. Das war zwar eng, aber echt lustig. Ab 11 Uhr war absolute Nachtruhe. Ansonsten hatten wir supertolle Gespräche und haben viel gesungen. Am besten war die Nachtwanderung ohne Taschenlampen – und leider ohne Handys. Wir mussten uns einzeln im Zwei-Minuten-Abstand an einem Nylonfaden durch Matsch und Unterholz bewegen. Im Dunkeln zu navigieren war gar nicht so einfach. Es gab aber den Faden. Mit Aufmerksamkeit und bewusster Hinwendung fanden wir ihn. Dabei haben wir gelernt auf Gottes Stimme als eigene Eingebung zu hören: doch nicht allein sein, einen Plan haben, einen Weg sehen und Vertrauen haben. Dies haben wir ein Stück weit selbst erlebt. Zum Abschluss der Fahrt gab es ein schönes Lagerfeuer.

Gab es auch etwas, das euch nicht gefallen hat am Unterricht?

Manche Themen sind etwas schwer, aber „es gibt überhaupt nichts, was mir nicht gefällt“, sagte Johannes. Der Konfi rmandenunterricht in der oben genannten Besetzung ist also absolut empfehlenswert.

Wir danken Fanny, Annkathrin, Lisa R. und Johannes für das Interview.


Konfi rmation 6. Juli: Lotte Fischer, Annkatrin Kluge, Antonia Kuntze, Laura Müller, Lisa Oehmke, Céline Prohaska-Schulz, Johannes Rütten, Lisa Rütten, Thilo Schittko, Nathalie Schramm, Laura Schultz, Viktoria Schulz, Christine Wölfert

 

 

Mehr Zeit für Konfis

Der Gemeindekirchenrat hat im Februar auf Antrag von Pfarrer Schaar beschlossen, den Konfirmandenunterricht (zunächst probeweise für einen Jahrgang) auf 1½ Jahre zu verlängern. Das bedeutet, dass es im Jahr 2009 keine Konfirmation geben wird, denn der nächste Unterricht beginnt im Herbst 2008 und wird bis ca. Pfingsten 2010 dauern.

Was ändert sich?

Wir wollen die ganze Sache etwas ruhiger angehen und so mehr Zeit für gründliches Kennen lernen und zur Diskussion der Fragen gewinnen, die den Jugendlichen am Herzen liegen, statt - wie das bisher der Fall war - im Zeitraffer durch das “Pflichtprogramm” zu eilen, also die in Luthers Kleinem Katechismus vorkommenden Themen.

Außerdem planen wir ein Konfirmanden-Praktikum, in dem die jungen Leute mit unserer Kirchengemeinde besser vertraut werden und/oder sich diakonisch, kirchenmusikalisch, bzw. durch praktische Mithilfe in Gottesdiensten und Gemeindeveranstaltungen aktiv am Gemeindeleben beteiligen können.

Wie bisher wird es gemeinsame Konfertage mit der Stephanusgemeinde geben, außerdem, wie gewohnt, eine mehrtägige Konferfahrt sowie voraussichtlich ein langes Wochenende. An den Konfi-Gottesdiensten ändert sich so wenig wie an der Mitwirkung von Teamern, auch der Wochenrhythmus mit je anderthalb Unterrichtsstunden bleiben erhalten.

Wir rechnen - obwohl eine stärkere Altersmischung zu erwarten ist - mit keinem allzu großen Anstieg der Gruppengröße, da die Gemeindestatistik einen signifikanten Geburtenrückgang ausweist.

Dennoch möchten wir dazu ermutigen, sich mit der Anmeldung / Teilnahme am Konfirmandenunterricht Zeit zu lassen: Nirgends steht geschrieben, dass man nicht älter als 14 Jahre sein darf, wenn man konfirmiert wird. Am liebsten wäre es uns, wenn die jetzt anzumeldenden Konfis bis zum Jahresende das 13. Lebensjahr vollenden.

Anmeldungen sind ab sofort bis Ende September im Gemeindebüro möglich; bitte bringt Eure Bescheinigung über die Teilnahme am Religionsunterricht mit! Wer möchte, kann vorher zu einer “Schnupperstunde” des jetzt laufenden Konfirmandenunterrichts (montags von 17 h bis 18.30 h) kommen.

Die Angemeldeten werden schriftlich zu einer Auftaktveranstaltung mit Übernachtung für Mitte Oktober eingeladen; nach den Herbstferien geht es dann mit dem wöchentlichen Unterricht los. Wir freuen uns alle Jahre wieder auf spannende Begegnungen.

 

Euer / Ihr Pfarrer Stephan Schaar, Uwe Gaedke und die Teamer

 

 

Reinhard Gräfe
Portrait aus der Gemeinde

Ich gebe es off en zu, als Westdeutscher besitze ich keine Kenntnis über das alltägliche Leben im geteilten Berlin, denn in den 1980er Jahren kam ich nur als Tourist nach West- und Ostberlin. Auch die Situation der geteilten Stadt zu ihrem Umland, der damaligen DDR, ist mir fremd. So war ich sehr überrascht, als mir Reinhard Gräfe von den Schwierigkeiten seiner Wandergruppe kurz nach dem Mauerfall berichtete.

Die wanderfreudigen  Menschen seiner Gruppe wollten nach den vielen Jahren der Trennung nun endlich das Umland von Berlin erwandern. Will der Wanderer ein ihm fremdes Gebiet erkunden, so greift er zur Wanderkarte – halt –. Kurz nach der Wende gab es nur Wanderkarten aus DDR-Verlagen über das Berliner Umland. Aber die DDR-Verantwortlichen hatten kein Interesse gehabt, dass Wanderer zu nah an das Westberliner Territorium gerieten. „Viele Brücken und Straßen waren gar nicht in den Wanderkarten eingezeichnet“, so berichtet Reinhard Gräfe, der seit 1990 die Wandergruppe der Gemeinde leitet. „Damit keine Fluchtmöglichkeiten erkundet wurden, hatte das DDR-Regime bewusst Karten verzerrt oder Straßen und Wege falsch eingezeichnet. Wir mussten viel improvisieren und sind so manchen Umweg gelaufen“, schildert Gräfe die Situation aus den Anfangsjahren. Im direkten Umland gab es auch keine angelegten oder markierten Wanderwege, an denen man sich hätte orientieren können.
 Potsdam, Werder, Golm und Marquard waren die ersten Ziele, später kamen Schmöckwitz und Königs-Wusterhausen dazu. Ein Beispiel stellvertretend für die vielen Wanderungen ist die Fahrt zum Kloster Lehnin. Die Besichtigung  des Kloster steht auf dem Programm mit seinem vielfältigen historischen Hintergrund.  Es schließt sich eine Wanderung um den Klostersee an, die gut zehn Kilometer lang ist. „Eigentlich sind wir ein wandernder Gesprächskreis“, so umschreibt Gräfe seine Wandergruppe. „Themen wie Glaube, Religion, Ökumene bilden den Inhalt unserer Gespräche“. Der Herausforderung, neue Gebiete zu erkunden, stellt sich der Lehrer für Erdkunde gern. Schier unerschöpflich sind seine Ideen, und er scheut keine Mühen, jenseits der ausgetretenen Pfade nach Sehenswertem zu suchen. Dies beweist er bereits Anfang der 1990er Jahre, als er alte Landkarten aus der Zeit vor 1945 besorgt oder die aus DDR-Beständen vorhandenen Karten durch eigene Exkursionen ergänzt. So konnte die Wandergruppe immer auf sicheren Pfaden ihr Ziel erreichen. Dabei ist die Wandergruppe unserer Gemeinde keine festgefügte Gruppe. Wer Lust hat, wandert mit. So treff en sich in der Regel zehn bis zwölf Personen, die einmal im Monat für einen halben Tag auf Wanderschaft gehen.

Reinhard Gräfe ist mit Schönow tief verwurzelt. 1930 im Laehr‘scher Jagdweg Nr. 14 geboren, wohnt er seit den 1950er Jahren am Teltower Damm. Als Schüler besuchte er die 1914 gegründete Süd-Grundschule, später die Schadow- Oberschule. Er berichtet von dem großen Hunger in den Kriegsjahren, dem Religionsverbot in der Nazizeit und der Freude, sich nach dem Krieg der Evangelischen Jugend zuwenden zu können. Damals fanden die Gottesdienste im Haus Schönow statt, ansonsten ging Reinhard Gräfe entweder in die Kirche nach Teltow oder in die Pauluskirche nach Zehlendorf. Gräfe kennt das Gebiet zwischen Laehr‘scher Jagdweg und Andréezeile noch als Brachland, auf dem er als Junge fantastisch spielen konnte. Er erzählt vom Lautsprecherkrieg über den Teltowkanal Ende der 1940er Jahre, als sich die beiden politischen Systeme gegenseitig mit politischer Propaganda traktierten. 1955 übernahm Reinhard Gräfe, Vater zweier Kinder, eine Lehrerstelle an der Süd-Grundschule. Der Schulbetrieb lief damals im Dreischichtbetrieb, die Klassen hatten 57 Schüler und ein Lehrer betreute drei Klassen. Erst 1960 normalisierte sich der Schulalltag. Als langjähriges Mitglied des Gemeindekirchenrates (1958 bis 1971) war er an der Auswahl des Architekten Frei Otto beteiligt und stimmte dessen Entwurf zum Bau unserer heutigen Kirche zu.

Die Wandergruppe ist weiterhin aktiv, aber Reinhard Gräfe sucht altersbedingt einen Nachfolger. Er ist gerne bereit, Interessierte in die Materie einzuarbeiten und eine gewisse Zeit auch die Gruppe zu begleiten. „Aber die Verantwortung möchte ich in jüngere Hände legen“, so die Motivation für den Entschluss von Reinhard Gräfe.

von Thomas Hartin

 

Zukunftsworkshop


Gespannte Erwartungen zu Beginn des Workshops

Gemeinsamer Gedankenaustausch, Planung für die nächsten fünf bis zehn Jahre, Visionen entwickeln – am 23. und 24. Februar 2008 trafen sich die Vertreter der Gemeindegruppen (Gemeindebeirat) mit den Mitgliedern des Gemeindekirchenrates und den hauptberufl ichen Mitarbeitern für zwei Tage in einem Tagungszentrum am Schlachtensee. Unter Leitung der Moderatorin Ingrid Schildknecht, Gemeindeberaterin aus dem Kirchenkreis Spandau, arbeiteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in kleinen Gruppen sehr diszipliniert und ergebnisorientiert. Inhaltliche Schwerpunkte bildeten die drei Themen: die Verkündigung, eine stärkere Vernetzung der Gemeindearbeit und Öffnung der Gemeinde nach außen sowie die Öffentlichkeitsarbeit der Kirchengemeinde.

Unerwartet stand in allen Arbeitsgruppen die mangelnde Kommunikation innerhalb der Kirchengemeinde im Vordergrund. „Jeder verfolgt nur sein Anliegen, Vorhaben werden nicht abgesprochen, Aktivitäten laufen aus Unkenntnis parallel“. Alle Teilnehmer des Workshops verlangten in einem ersten Schritt, eine interne Kommunikation aufzubauen. So benannten die Teilnehmer des Workshops eine Planungsgruppe, die für den Herbst ein Planungstreff en vorbereitet. Dort sollen nicht nur die Termine koordiniert, sondern auch Inhalte ausgetauscht werden. Die Verknüpfung zwischen den einzelnen Aktivitäten innerhalb der Kirchengemeinde und der Öffentlichkeit soll hergestellt werden.

Die Arbeitsgruppe „Verkündigung“ verständigte sich, in unregelmäßigen Abständen Gottesdienste in neuer Form anzubieten. Der erste Gottesdienst dieser neuen Form findet am Pfingstsonntag, dem 10. Mai, um 10.00 Uhr in unserer Kirche statt. Die Vorbereitungsgruppe für diesen Pfingstgottesdienst trifft sich am 23. April und 06. Mai jeweils um 19.30 Uhr und steht allen Interessierten off en. Neue Mitwirkende in der Vorbereitung sind gern gesehen. Weitere Gottesdienste in neuer Form werden folgen, für Rückfragen steht allen Interessierten Pfarrer Schaar zur Verfügung.

 

 

Ein weiteres Ergebnis des Workshops ist: Zukünftig sollen das Gemeindeblatt und der Internetauftritt der Kirchengemeinde stärker inhaltlich verknüpft werden. Eine aktuelle Terminübersicht aller Gemeindeaktivitäten soll über das Internet gewährleistet werden. Darüber hinaus erhält jede Gemeindegruppe ein Forum auf der Homepage. Dazu müssen die Gemeindegruppen aber stärker mitarbeiten und frühzeitig über ihre Aktivitäten und Planungen von sich aus informieren. Der Kreis der freiwillig Engagierten für die Öffentlichkeitsarbeit sucht weitere Mitstreiter. Zu einem ersten, öffentlichen Treff en wird zum 01. Juli 2008, 20.00 Uhr eingeladen .

Alle 28 Teilnehmer des Zukunftsworkshops zeigten sich nach 1 ½ Tagen intensiver Arbeit erschöpft, aber sehr zufrieden. Das geschaff ene Forum, den gemeinsamen Austausch zwischen Gemeindebeirat, den Mitgliedern des Gemeindekirchenrates und den hauptberufl ichen Mitarbeitern, den Anstoß neuer Ideen und Aktivitäten sehen alle Teilnehmer als sehr gelungen und ermutigend an.


Die Teilnehmer sind zufrieden mit den Ergebnissen des Workshops

Text und Fotos von Thomas Harting

 

Also, ich muss euch Etwas erzählen…

So begann Cornelia Lubitzsch im Familiengottesdienst am 13. April als „Augenzeugin" ihre Erzählung von der Heilung des Gelähmten. Damit hatte sie sofort die ungeteilte Aufmerksamkeit der Gemeinde. Die Gemeinde, das waren an diesem Tag auch viele Kinder mit ihren Eltern und Großeltern. Die Kinder, die die Geschichte am Freitag im Rahmen des Kinderbibelnachmittags mit dem Team der Kinderkirche und Ulrich Hansmeier erarbeitet und „erspielt" hatten, veranschaulichten die Erzählung pantomimisch und durch stummes Spiel. Da wurde der Gelähmte leibhaftig auf einer Trage von seinen Freunden zu dem Haus getragen, in dem Jesus war – es stand wirklich ein kleines Holzhaus im Altarraum! Doch an der Tür wurde ihnen deutlich gemacht,  dass das Haus überfüllt war. Gaben die Freunde auf? Nein, sie ließen die (aus Sicherheitsgründen leere) Trage durch ein Loch im Dach zu Jesus hinunter. Dann schauten sie nacheinander gespannt durch das Loch, was Jesus nun wohl tun würde. Wie groß war ihre Freude, als der Gelähmte aufstand! Wie missbilligend diejenigen ihr Gesicht verzogen, die nicht damit einverstanden waren, dass Jesus dem Gelähmten die Schuld vergab! Und mit welcher Ernsthaftigkeit und Konzentration die Kinder dabei waren!
Die Geschichte kann man im Lukasevangelium im fünften Kapitel ab Vers 17 lesen.
Ein großes Dankeschön an alle, die zum guten Gelingen beigetragen haben. Dieser Gottesdienst machte „Appetit" auf den nächsten Familiengottesdienst, der am 13. Juli im Anschluss an den  Kinderbibelnachmittag am 11. Juli stattfinden wird. Dann soll es auch das Singspiel „Elija und die Raben“ geben, das Klaus Treu schon jetzt mit dem Kinderchor erarbeitet (es dürfen noch neue Sänger dazukommen).

Die Zeichnung von Sarah Widmann (7 Jahre) entnehmen wir der Seißener Kinderbibel (Häussler Verlag).

von Ruth Nitzsche

 

Eine Kreissynode für Teltow-Zehlendorf
Viele neue und jüngere Gesichter im Kirchenparlament

Die Kreissynode ist das Parlament des Kirchenkreises. Sie tagt zweimal im Jahr und hat nach der Grundordnung unserer Landeskirche vielerlei Aufgaben. Sie beschließt Haushalts- und Stellenpläne, setzt Arbeitgruppen und Ausschüsse für die strukturelle und inhaltliche Planung ein und bestimmt die kreiskirchlichen Kollekten. Die Kreissynode soll den Gemeinden Anregungen für ihre Arbeit geben und hat die Aufgabe, „gesellschaftliche Entwicklungen im Bereich des Kirchenkreises zu beobachten und von ihrem kirchlichen Auftrag her zu ihnen Stellung zu nehmen“ (Artikel 41 der Grundordnung).

Am 4. und 5. April 2008 konstituierte sich die neue Kreissynode Teltow-Zehlendorf für eine sechsjährige Amtszeit. Die Gemeinden entsenden zusammen 37 ehrenamtliche Synodale, die von den Gemeindekirchenräten gewählt wurden (aus unserer Gemeinde 3 Vertreter). Dazu kommen 15 Pfarrerinnen bzw. Pfarrer aus den Gemeinden. Acht Synodale wurden von den berufl ichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Kirchenkreises gewählt und weitere 12 sind vom Kreiskirchenrat in ihr Amt berufen worden. Mit dem Superintendenten sind es somit 73 Synodale, die auf ihrer konstituierenden Sitzung vor allem eines tun mussten: nämlich wählen. (Der alten Synode gehörten noch 80 Synodale an.)

Gewählt wurden u. a.

- das Präsidium, das der Kreissynode vorsteht:
Matthias Aettner (als Präses bestätigt), Thomas Karzek und Nils Stützle (Vizepräsides.
-
der stellvertretende Superintendent:
Helmut Kulla (wiedergewählt)
- Mitglieder für den
Kreiskirchenrat:
Thomas Karzek, Karin Putzke, Nils Stützle, Barbara Nieter, Hans-Jürgen Matthaeas, Holger Johannsen, Thomas Harting, Ellen Wagner.  (Superintendent Harald Sommer, Helmut Kulla und Matthias Aettner sind Mitglieder qua Amt)

- drei Vertreterinnen oder Vertreter (mit je 1. und 2. Stellv.) für die Landessynode:
Eva-Maria Kulla ( Michael Raddatz, Andreas Schiel)
Barbara Nieter ( Ulf Marzik, Alexandra Krasemann)
Nils Stützle (Dr. Michael Häusler, Rainer Breithaupt)

Ausschüsse und Arbeitsgruppen mussten bestätigt oder neu eingerichtet werden. So wurden u. a. Pfarrer Andreas Schiel zum Diakoniebeauftragten und Hans-Jürgen Matthaeas (erneut) zum Vorsitzenden des Haushaltsausschusses gewählt.

Als weit gereiste Gäste des Partnerschaftskreises Südafrika begrüßte die Synode Superintendentin Josephina Sikhwari aus Mphome/Südarfrika und Begleiter .

Die Synode tagt zweimal im Jahr, im Frühjahr und im Herbst (November). Die Sitzungen sind öffentlich. Interessierte Zuhörer sind stets willkommen.

PS: Nils Stützle, der in drei Gremien gewählt wurde, ist der Gemeinde besser bekannt unter seinem Geburtsnamen Nils Korn.

von Stephan Schaar und Erika Mattheas

 

Kreatives Frühstück
Netzwerk für freiwillig Engagierte

Alle Interessierten, Neugierigen und bereits Aktiven sind herzlich eingeladen, während eines gemeinsamen Frühstücks Ideen für ein aktives Gemeindeleben zu entwickeln und deren konkrete Umsetzung auszugestalten.
Eine große Schar freiwillig Engagierter unterstützten bereits die vielfältigen Aktivitäten unserer Gemeinde. Die regelmäßigen Gruppenaktivitäten finden Sie auf der letzten Seite des Gemeindeblattes. Weitere Projekte suchen noch nach aktiven Mitgestaltern.
Das gemeinsame Frühstück soll ein Forum bilden, in dem zusammen Ideen entwickelt und Initiativen übernommen, Impulse für das Gemeindeleben gestärkt werden. Wir wollen uns regelmäßig am 1. Samstag im Monat von 10.00 bis 12.00 Uhr im Gemeindehaus treffen.
Die nächsten Treff en sind am
Samstag, 07. Juni, und am Samstag, 05. Juli 2008, jeweils um 10.00 Uhr im Gemeindehaus.

Wenn Sie Interesse am Mitwirken in unserer Gemeinde haben, so sind Sie herzlich eingeladen. Auf Ihre Teilnahme freut sich Thomas Harting, Beauftragter für freiwillig Engagierte in unserer Gemeinde. Bei Bedarf bieten wir eine Kinderbetreuung an, um auch jungen Müttern und Vätern eine entspannte Teilnahme zu ermöglichen. Bitte melden Sie Ihren Betreuungsbedarf mit Angabe des Alters Ihrer Kinder an bis zum 25. Mai 2008. Telefon Gemeindebüro 8154554 oder Thomas Harting 81490901

 

Ein Schatz für die Gemeinde

Wussten Sie schon, dass die Gemeinde einen Schatzmeister hat? Brauchen wir jemanden, der unseren Schatz verwaltet? Herr Voigtländer war unser Schatzmeister! Genauer gesagt der Schatzmeister des Fördervereins, seit 1993. Er hat dieses Amt mit großer Sorgfalt und mit Freude ausgefüllt, aber nun musste er aus Gesundheitsgründen aufhören. Der Förderverein hat sich bei ihm für seine jahrzehntelange Arbeit – auch im Namen der Gemeinde – bedankt und wünscht ihm weitere Fortschritte bei seiner Genesung.
Die Mitgliederversammlung hat auf ihrer letzten Sitzung Herrn Matthaeas als Nachfolger gewählt. Er gehört damit automatisch dem Vorstand des Fördervereins an.
Wenn Sie das lesen, fragen Sie sich vielleicht: Was für einen Schatz haben die denn? Es sind die Spenden vieler Gemeindeglieder und Freunde. Einige geben regelmäßig einen festen Betrag, andere überweisen nur gelegentlich etwas. Dieses Geld hortet der Förderverein aber nicht, sondern gibt es für Zwecke der Gemeinde wieder aus, das ist auch seine Aufgabe. In diesem Jahr hat er bereits Zuschüsse zu einem Workshop über die Zukunft der Gemeinde, zum Sommerfest, zur Kinderarbeit und zu dem angekündigten Vortrag ("Die Schöpfung aus der Sicht der Naturwissenschaften") zugesagt.
Wenn Sie dazu beitragen wollen, unserer lebendigen Gemeinde Anschaffungen, Projekte und Aktivitäten zu ermöglichen, die sie aus Kirchensteuermitteln und Kollekten nicht finanzieren könnte, dann können Sie den Förderverein gern unterstützen – egal ob regelmäßig oder einmalig.

Kontonummer 172 170, bei der Evang. Darlehnsgenossenschaft e.G. Kiel, BLZ 100 602 37

von Manfred Nitzsche

 

In aller Kürze
Neues aus Bezirk und Gemeinde

 

Lebensmittel-Lieferservice
Nach der Schließung des EDEKA-Ladens und der Bäckerei „Backmännchen" am Lupsteiner Weg ergaben sich vor allem für die älteren Mieter erhebliche Schwierigkeiten für das Einkaufen. Herr Erler vom EDEKA aktiv-Markt am Ladiusmarkt bietet ab sofort in Zusammenarbeit mit Herrn Yilmaz (das ist der Betreiber des Imbissstands vor dem EDEKA-Markt) jeden Donnerstag einen Lieferdienst an: Die telefonisch (815 26 97) oder direkt bestellte Ware wird im EDEKA-Laden bezahlt, die Lieferung (5 Euro, unabhängig von der Menge) direkt beim Fahrer Herrn Yilmaz.

Rechtsberatung
Das Nachbarschaftsheim Mittelhof in Zehlendorf, Königstraße 42-43, bietet eine Reihe kostenloser Beratungen an, z.B. für ältere Menschen, zum Sozial-, Zivil- oder Steuerrecht. Begleiterinnen für Behördengänge schließen die Lücke zwischen Beratung und Institutionen. Die Mitarbeiter sind alle Fachleute, die ehrenamtlich arbeiten. Auskunft und Anmeldung über die Selbsthilfe Kontakt- und Beratungsstelle, Tel. 801975-14 oder im Internet unter selbsthilfe@mittelhof.org

Kiezbrunch
Am 24. Mai findet um 13.00 Uhr der nächste Kiezbrunch im Kinderbetreuungshaus am Ramsteinweg statt. Sein Thema: „Alkohol voll cool?!?“ Als Referent ist der Leiter der Abteilung Suchtprevention im Gesundheitsamt, Herr Henke, vorgesehen.

 

Gemeindeblatt sucht Sie!

Lust am Schreiben, kreative Ideen für die Homepage umsetzen, neue Themen entwickeln, Interesse an der Recherche von Sachverhalten oder vorliegende Texte redigieren? Die Aufgaben der Redaktion für das Gemeindeblatt und der Webmasterin der Homepage der Kirchengemeinde sind interessant und vielfältig, aber auch umfangreich und damit zeitaufwändig.

Zukünftig soll das Gemeindeblatt stärker mit den Internetseiten verknüpft werden. Deshalb suchen wir über den Kreis der bestehenden freiwillig Engagierten hinaus Menschen, die Lust verspüren, ein „Blatt zu machen“ oder eine Internetseite zu gestalten. Wir suchen Personen, die Ideen für Themen entwickeln. Haben Sie Freude am Wort, Freude am Schreiben oder Spaß am Fotografieren? Besitzen Sie Erfahrung in der graphischen Gestaltung und verspüren Spaß, in einem Team gemeinsam das Gemeindeblatt und den Internetauftritt der Gemeinde zu gestalten? Sie sind herzlich willkommen.

Weil die Gestaltung unserer Schaukästen zu der Öffentlichkeitsarbeit unserer Kirchengemeinde gehört, laden wir die freiwillig Engagierten aus diesem Kreis ebenfalls ein zur Mitarbeit.

Die Gemeindegruppen bitten wir Kontaktpersonen zu benennen, die uns regelmäßig über die laufenden und geplanten Aktivitäten der Gruppe informieren.

Wir laden alle freiwillig Engagierten und neugierig gewordenen Menschen ein zu einem Informations- und Gesprächsabend.

Wir treffen uns am Dienstag, 01. Juli 2008 20.00 Uhr im Gemeindehaus Andréezeile 21-23
Für Rückfragen steht Ihnen Thomas Harting, Tel. 81 49 09 01  zur Verfügung.

 

 

Chorsänger gesucht

Der Chor unserer Gemeinde wird zum diesjährigen Sommerfest am 14. Juni nach dem Eröff nungsgottesdienst ein kleines Chorkonzert mit sommerlicher Chormusik geben. Dabei werden einfache und bekannte Weisen erklingen, die Sie zum Neu- oder Wiedereinstieg in das Chorsingen ermuntern sollen. Kommen Sie zur Chorprobe, probieren Sie Ihre Stimme aus, lernen Sie unsere Gemeinschaft kennen! Donnerstags von 20.00-21.45 Uhr im Kirchvorraum üben wir ab dem 8.Mai unser Programm für das Sommerfest und freuen uns auf Ihr Kommen und Ihre Stimme.

Am 12. Oktober ist die Auff ührung der Pastoralmesse G-Dur, KV 140 von W.A.Mozart in der Fassung für Chor, Solisten und Orgel geplant. Dieser Messvertonung in lateinischer Sprache werden liturgische Stücke mit deutschen Texten, komponiert von Heinrich Schütz (1585-1672) und dem im vergangenen Jahr verstorbenen Peter Eben, gegenübergestellt.

von Klaus Treu

 

Sonnabend, 24. Mai 2008, 17.00 Uhr
"Was ist Zeit und Welt?"

Deutsche Melancholie in Liedern und Konzerten von Heinrich Schütz, Heinrich Albert u.a. Maria Skiba, Sopran | Juliane Laake, Viola da gamba | Frank Pschichholz, Laute/Theorbe

Es erklingen einige „Kleine geistliche Konzerte“ von Heinrich Schütz und Lieder von Heinrich Albert, der in Königsberg lebte und starb. Diese Lieder, die anlässlich der Geburt, Hochzeit oder des Todes von Anverwandten in Auftrag gegeben wurden, tragen Widmungen, die einen tiefen Einblick in das gesellschaftliche Leben zu Zeiten des 30-jährigen Krieges ermöglichen. Zusammen mit Moritaten, Liebesliedern, kleinen „Weisheiten“ und Instrumentalstücken ergibt sich ein abwechslungsreiches frühbarockes deutsches Konzertprogramm.

Eintritt frei

Veranstaltungsort:
Ev. Kirche Schönow-Buschgraben, Andreezeile 23, 14165 Berlin

 

NEUES AUS DEM GKR

Die Ergebnisse der Klausurtagung von GKR und Beirat Ende Februar werden Schritt für Schritt umgesetzt:

Als Erstes wurde der Ausschreibungstext für die Pfarrstelle formuliert. Er ist im März im Amtsblatt der EKBO erschienen. Anfang Mai rechnen wir mit dem Eingang der Bewerbungsschreiben. Im Juni (8., 15., 22.) sollen die in die engere Wahl gezogenen Kandidaten sich der Gemeinde in einem Gottesdienst präsentieren, jeweils am Dienstag danach – im Rahmen des biblischen Gesprächskreises – ein weiteres Mal Rede und Antwort stehen. Termin für die Pfarrerwahl ist der 2. Juli.

Gottesdienste unter Beteiligung interessierter Gemeindeglieder wird es zu Pfingsten gleich zweimal geben. Auch an der Taizé-Andacht zum Abschluss des Gemeindefestes können sich Gemeindeglieder beteiligen; ein Vorbereitungstreff en findet am 4. Juni um 19.30 Uhr im Gemeindehaus statt.

Die Verbesserung unserer Kommunikation soll in einer gemeinsamen Sitzung von Gemeindeblattredaktion, Schaukastengestaltern, Webmaster und interessierter Gemeindeöffentlichkeit am 1. Juli um 20 Uhr beraten werden.

Der GKR freut sich auf und unterstützt den Vortrag von Professor Ganteför am 21. Mai um 19.00 Uhr zum Thema „Die Schöpfung aus Sicht der Naturwissenschaften“.

Das Volksbegehren zur Durchsetzung einer Wahlfreiheit zwischen dem Unterrichtsfach „Ethik“ und „Religion“ tritt in seine entscheidende Phase. Die Gemeinden sind dringend gebeten, sich am Sammeln von 170.000 Unterschriften (wahrscheinlich im Herbst/Winter 2008) zu beteiligen. Als Kontaktpersonen für die Initiative wurden Frau Zepernick und Herr Holstein benannt.

Der jüdische Liedermacher Daniel Kempin wird am 15. November ein Konzert und am 16. November einen Workshop in unserer Gemeinde durchführen. Nähere Informationen dazu folgen im Herbst.

 

OFFENE KIRCHEN 2008
BRANDENBURGISCHE KIRCHEN LADEN EIN

Zum 9. Mal bietet der Förderkreis Alte Kirchen Berlin- Brandenburg seinen jährlichen Wegweiser zu den Kirchen im Land Brandenburg an.

Ein Verzeichnis von knapp 800 Kirchen lädt den Besucher ein, die meist Jahrhunderte alten Kirchen zwischen Elbe und Oder, Uckermark und Lausitz für sich zu entdecken.
Fachkundige Beiträge widmen sich Themen wie dem Kirchenbau Schweizer Kolonisten im Ruppiner Land, evangelischen Beichtstühlen, weitgereisten "Export"-Kunstwerken in brandenburgischen Dorfkirchen oder den unterschiedlichen Schicksalen barocker Kanzelaltäre.
Vorgestellt werden u. a. die ehemalige Wallfahrtskirche im havelländischen Buckow sowie die reich mit Grabdenkmalen und Epitaphen ausgestattete Dorfkirche in Groß Jehser (Lausitz). In einem ausführlichen Gespräch plädiert der Präsident des  Evangelischen Kirchbautages, Helge Adolphsen, für die erweiterte kulturelle Nutzung von Kirchengebäuden.
Dem Heft liegt erstmals auch ein Wegweiser "Offene Kirchen in Berlin" mit rd. 150 Einträgen bei.
Das Heft (ca. 100 Seiten im A4-Format, Vierfarbdruck) kann in der Küsterei für 3,50 € gekauft oder für 5,- € (inkl. Portokosten) direkt beim Förderkreis (Tel. 449 30 51) bestellt werden. Auch im Internet unter  http://www.altekirchen.de/
Auf Wunsch erhalten Sie dort auch weitere Informationen zur Arbeit des Vereins.

 

ARBEITSLOS? WIR HELFEN!

Der Teltower Arbeitslosenverein e.V. (Mitglied im Diakonischen Werk) bietet Ihnen kostenlose Hilfe an. Wir unterstützen und beraten Sie beim Ausfüllen von Anträgen zum Arbeitslosengeld II, bei Widersprüchen oder Überprüfung des Arbeitslosengeldes sowie der Zumutbarkeitsregeln und bei der Zwangsverrentung.

Haben Sie Fragen zur Weiterbildung, zur Bewerbung, zum Minijob oder Nebentätigkeiten, wenden Sie sich an uns. Als besonderen Service bietet eine Schneiderwerkstatt für Bedürftige und sozial Schwache Hilfe an.

Zu erreichen sind wir unter folgender Anschrift:

Teltower Arbeitslosenverein e.V. (tav),
Am Fuchsbau 47, 14532 Kleinmachnow,
Telefon und Fax 03 32 03/82 18 18
Internet: http://www.teltower-arbeitslosenverein.de

Außenstelle Gemeinde Schönow-Buschgraben:
Donnerstags von 10 bis 12 Uhr ist Frau Fichtner vom Teltower
Arbeitslosenverein bei uns in der Andréezeile 21-23 zur Beratungvor Ort. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

Termine und Veranstaltungen

Vorbereitungsabende für die Studienreise „Auf den Spuren von Mose“

Donnerstag, 22. Mai 2008 und am Mittwoch, 25. Juni 2008, jeweils um 19.30 Uhr im Gemeindehaus. Während der Vorbereitungsabende werden die Reiseziele und Reiseinhalte detailliert vorgestellt und besprochen. Aussagekräftige Photos vermitteln einen lebendigen Eindruck und ermöglichen uns, uns gemeinsam auf die Reise einzustimmen.
Die Teilnehmer bekommen einen Überblick über religiöse und historische Hintergründe sowie landeskundliche Aspekte der Reise. Auch erhalten sie praktische hilfreiche Tipps für die Reisevorbereitung.
Bis zur maximalen Teilnehmerzahl sind noch Plätze frei. Für Auskünfte steht der Reiseleiter Thomas Harting zur Verfügung: Tel. 030/81490901


Tagesfahrt zum Fürst-Pückler- Park

Tagesfahrt am 28.05.2008 zum Fürst- Pückler-Park nach Bad Muskau an der Lausitzer Neiße. Abfahrt: 9:00, Rückkehr: ca. 19:00, Kosten: Euro 40 incl. Mittagessen, Kaffeegedeck, Führungen.
Anmeldungen bei Fr. Wardakas (Tel: 84592698) oder im Gemeindebüro (Tel: 8154554)


Die Schöpfung aus der Sicht der Naturwissenschaften (Vortrag)

Prof. Dr. Gerd Ganteför, Fachbereich Physik, Universität Konstanz. Vortrag am 21. Mai 2008 um 19.00 Uhr in den Räumen der Gemeinde. Über die Frage, wie das Weltall und unsere Erde entstanden sind, grübelten die Menschen zu allen Zeiten. Auch die moderne Naturwissenschaft hat sich damit beschäftigt und eine detaillierte Theorie dazu entwickelt. Diese „Urknalltheorie“ beschäftigt sich mit gewaltigen Zeiträumen und unvorstellbaren Entfernungen. Viele Milliarden Jahre nach dem Urknall entstand die Erde und nach nochmals vielen Milliarden Jahren ist das Leben entstanden. Im Vortrag wird diese physikalische Weltanschauung beschrieben und diskutiert, ob dieses Weltbild mit der Schöpfungsgeschichte der Bibel gänzlich unvereinbar ist oder ob nicht doch Ähnlichkeiten zu entdecken sind.

 

 

Frei in zwei Diktaturen

Ingeburg Kähler ist vielen in der Gemeinde noch gut bekannt als aktives Gemeindeglied, z.B. am Tisch des Weltladens . Ihre Tochter hatte bis zuletzt Interviews mit ihr geführt und in einem Buch zusammengetragen.

Über das Buch: Die chronistischen Details stehen in den Geschichtsbüchern. Hier lesen wir Anderes – erinnertes, leidenschaftliches Leben: Widerständig im Dritten Reich, aufblühend im Nachkriegsdeutschland, visionär in den USA, auf Freiheit beharrend in der DDR – gekrönt von der Heimkehr ins Berlin der Nachmauerzeit… Wie ist es, in eine Diktatur, in einen Krieg hineinzuwachsen – und dennoch glücklich zu sich selbst zu fi nden? Denen, die es wissen wollen, erzählt das Buch, wie man sich treu bleiben kann. Und wie es möglich ist, als Frau die Welt zu verändern und dabei – dennoch – das Leben und die Menschen zu lieben.

(Erschienen bei Die rainStein Bibliothek Preis: 16,90 €)

 

 
 
 
 
 
 
 

Vorbereitung auf Pfingstsonntagsgottesdienst (11.5., 10 Uhr)

Mittwoch, 23. April, und Dienstag, 6. Mai 2008, jeweils um 19:30 Uhr


Am 10. Mai 1933 - vor genau 75 Jahren - brannten in Deutschland die Bücher jüdischer und weiterer den Nazis nicht genehmer Autoren.

Feuer ist zugleich ein Symbol für den Geist Gottes, dessen Gabe wir beim Pfingsfest feiern, wie es damals verheerend war für den Geist von Humanismus und Demokratie, der mit den Buchstaben kritischer Dichter den Flammen übergeben wurde. Im Spannungsfeld von Buchstabe und Geist, himmlischem und höllischem Feuer, Gottes Geist und barbarischem Ungeist wird sich der diesjährige Pfingstsonntagsfgottesdienst bewegen.

Wer Lust und Zeit hat, ihre oder seine Ideen dazu einzubringen, ist herzlich eingeladen.

Wir wollen miteinander bedenken, wie dieser Gottesdienst gestaltet und die Verkündigung akzentuiert werden soll.

Pfarrer Schaar

 

ÖKUMENISCHER ARBEITSKREIS

der Gemeinden Herz-Jesu, Schönow-Buschgraben und Zur Heimat

 Einladung zum

Ökumenischen Gemeindeabend 2008

in der Kirche Zur Heimat  ·  Heimat 27  ·  14 165 Berlin
am Freitag, 25. April 2008 von 1800 bis 2130 Uhr

Thema:

„Dem Glauben Gestalt geben“
Ausdrucksformen des Glaubens

konkrete Beispiele werden vorgestellt durch Vertreter der

'         Jesuiten

'         Michaelsbruderschaft

'         Salvatorianer

'         Evangelische Studentengemeinde

'         Bconnected  

'         Taizé (angefragt)

Einführung und Moderation

Prof. Dr. Christof Gestrich

Programm

Vorstellung
Gesprächsgruppen unter Leitung der Referenten
Pause mit Imbiss
Austausch der Gruppen im Plenum
Abschlussandacht: „Teilen“ mitgebrachter liturgischer
                Elemente der verschiedenen Glaubensrichtungen

 

 

Ökumenischer Pfingstgottesdienst

Gemäß einer guten alten Tradition der Gemeinden St. Otto, Schönow-Buschgraben und Zur Heimat findet auch in diesem Jahr wieder ein

Ökumenischer Gottesdienst am Pfingstmontag statt,

diesmal in der Kirche Schönow-Buschgraben,

am 12. Mai, 10.30 Uhr.

Das Thema lautet:

„… und auf welchen Fels baust DU?“ - Unsere Vorbilder im Glauben

Die Predigt halten Pfarrer Mertz und Pfarrer Kreibohm.

Wer sein Vorbild im Glauben in diesen Gottesdienst einbringen möchte, wende sich bitte an Frau Müseler (8018589), Frau Strecker (8175671) oder Pfarrer Schaar (32531171).

 

 

Landesjugendcamp 2008

06. - 08. Juni 2008 in der Jugendbildungsstätte Hirschluch (Storkow/Mark)

Ein weiteres Mal findet das große Treffen der Evangelischen Jugend Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz auf dem Gelände der Jugendbildungs- und Begegnungsstätte Hirschluch statt. Erwartet werden 1400 Jugendliche ab dem 14. Lebensjahr. Das solltet ihr euch nicht entgehen lassen.

"Aus Freude am Leben"

"Aus Freude" umschreibt umschreibt unsere Grundhaltung des Glaubens, die uns aktiviert und begleitet. "am Leben" stellt uns in diese Welt und ermutigt uns, hier uns jetzt zu handeln.

Wir wollen die Freude am Leben genießen und mit anderen teilen, damit wir gestärkt durchs Leben gehen

Das bunte Programm besteht aus Sport, Musik, Gottesdienst, Aktionen, Workshops, Ort der Stille, Internettreff, Gesprächen, Talkrunden, Nachtkino, Disco, ... Da bleibt nicht viel Zeit zum Schlafen. Das ganze Programm zum LandesJugendCamp gibt es erst später.

Übernachtet wird in selbst mitgebrachten Zelten. Im Teilnahmebeitrag von 22 EUR für das Wochenende ist das Frühstück enthalten. Weitere Verpflegungsangebote werden den Tag über kostengünstig angeboten.
 

Siehe auch unter: www.landesjugendcamp.de

Infos und Anmeldung bei Uwe Gaedke unter Tel: (030) 84 59 28 54

 

 
Februar / März / April 2008
 

STUDIENREISE INS GELOBTE LAND

VOM 18. BIS 31.10.2008

„Auf den Spuren von Mose ins Gelobte Land“ – Ägypten, Jordanien und Israel Bitte melden Sie sich jetzt an bei Reiseleiter Thomas Harting, Teltower Damm 224, 14167 Berlin, Tel. 030 / 814 90 901, Fax 030 / 814 90 583, e-mail thomasharting@berlin-journalisten. de

Diese Studienreise ist konzipiert mit einem sehr abwechslungsreichen Programm:

  • Besichtigung bedeutender kulturhistorischer Bauwerke

  • Besuch biblischer Stätten Erleben faszinierender, kontrastreicher Landschaften

  • Begegnungen und Gespräche mit der Bevölkerung mit der Möglichkeit zum Austausch über die soziale und politische Situation

 Ausführliche Informationen zur Studienreise sowie das detaillierte Programm erhalten Sie bei Reiseleiter Thomas Harting.

 

NEUES AUS DEM GKR

Herr Bernhardt ist seit Jahresbeginn fest als Hausmeister unserer Gemeinde mit 75% Stellenumfang angestellt. Wir kennen und schätzen ihn bereits seit zwei Jahren als zuverlässigen und hilfsbereiten Mitarbeiter. Nun nimmt er die Aufgaben von Herrn Ilius wahr, zusätzlich ab Februar auch die von Frau Krüger, die nach mehr als 20 Jahren Dienst in Schönow(-Buschgraben) in den wohlverdienten Ruhestand tritt. Wir freuen uns, dass diese Anstellung möglich geworden ist und hoffen auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit. Wir wünschen unserem neuen Mitarbeiter – wie auch den nun Ausgeschiedenen – für die Zukunft alles Gute und Gottes Segen.

Es gibt einen Wechsel in der Koordination der Arbeit freiwillig engagierter Menschen. Frau Zepernick gibt das Amt der „Beauftragten (unserer Gemeinde) für das Ehrenamt“ – so der offizielle Titel – auf, in Zukunft nimmt Herr Harting die Belange derjenigen wahr, die ihre Kraft, Zeit und Phantasie in den Dienst unserer Gemeinde stellen. Auch hier gilt es, gleichermaßen Dank zu sagen für die geleistete Arbeit und Segen zu wünschen für die Aufgaben, die nun zu bewältigen sind.

 

Adventsbasar 2007

Nachlese

Der Reinerlös von 5.614,56 € wurde den vorgesehenen Zwecken zugeführt: für unsere Beteiligung an der Behindertenarbeit im Kirchenkreis 30 % = 1.684,37 €; für die Bolivienarbeit (Wegrandsprechstunden) 50 % = 2.807,28 € und für die Orgel 20 % = 1.122,91 €.

Allen, die ihre Kraft, Zeit und Kreativität zum Gelingen des Basars eingesetzt haben, sei hier noch einmal herzlich gedankt! Zum  guten Ergebnis beigetragen haben auch die Sponsoren, Firmen aus unserer Nachbarschaft, die uns durch Spenden und Hilfestellung unterstützt haben.

Die Sponsoren des Basars:

  • Dampfwäscherei Dahse

  • Friedrich-Apotheke

  • Schmidtchen –

  • Gas, Wasser, Bad, Solar

  • Zweirad-Taberski

  • Wenzel Tiefbau

  • Franz Wieschhoff

  • Beerdigungsinstitut

  • Holz-Kühn

  • Blumenkorb

  • Autohaus Foti

  • Schülmann Haus und Garten

  • Schreibwaren Detlew Trohl

 
 

Neujahrsempfang

 

 
Fotos: Thomas Harting

Hanne Zepernick, seit 7 Jahren die Ehrenamtsbeauftragte unserer Kirchengemeinde, bereitete den Weg für neue ehrenamtliche Arbeit in Schönow-Buschgraben. Am 27. Januar 2008 verabschiedete sie sich mit einem köstlichen Magen- und Augenschmaus anlässlich des Neujahrsempfangs aus ihrem Amt. Sie etablierte die jährlich stattfindende Veranstaltung für ehren- und hauptamtliche Mitarbeiter, um ihnen in einem angemessenen Rahmen zu danken und Anerkennung auszusprechen. Vielen Dank für das Engagement.

 

Blech fand Bläser

von Steffi Bindemann

Unter dem Motto „Blech sucht Bläser“ hatte der Posaunenchor geworben – und fand neue Bläser! So treff en sich seit Oktober immer freitags fünf „Jungbläser“ (Anfänger). Zwei Kinder und drei Erwachsene erlernen hier das Spiel auf Trompete, Posaune und Tenorhorn. Die Blastechnik steht im Vordergrund: Atemtechnik, Tonbildung, Mundstückübungen (denn hier entsteht der Ton!), Notation und das „Produzieren von Tönen“ auf dem neuen Instrument. Nach knapp drei Monaten beherrschen die Jungbläser Töne im Bereich einer Oktave und können auch die ersten Stückchen spielen.

Außerdem sind im Jahr 2007 drei neue Posaunen und zwei Trompeten zum „Großen Chor“ dazugekommen, deren Bläser unseren Altersdurchschnitt deutlich nach unten korrigierte. So haben wir im Posaunenchor jetzt sieben Jugendliche zwischen 14 und 20 Jahren. Neben dem Finden einer Balance zwischen musikalischer Arbeit und Spaß, die allen Bläsern gerecht wird, und einem Mehr an pädagogischer Arbeit bedeutet dies auch das (Wieder-)Finden einer musikalischen Ausgeglichenheit. Um auf die speziellen Eigenarten der unterschiedlichen Instrumente (Trompeten bzw. Posaunen, Tuben und Horn) einzugehen, teilen wir uns derzeit die Hälfte der Probe auf. In der zweiten Probenhälfte geht es jetzt viel um die Arbeit am Gesamtklang, an den musikalischen Grundlagen, sowie natürlich das Literaturspiel. An drei Probentagen in den Osterferien wollen wir dies noch  intensivieren.

Wir freuen uns über so viele Neuzugänge und die daraus entstehenden Herausforderungen und begrüßen gerne weitere Bläser, ganz nach dem Motto: Blech sucht Bläser!

 

 

Vom Glas zum Feinzinn
Die neuen Abendmahlskelche

von Christel Zillig

Viele Jahre lang wurde in unserer Gemeinde beim Abendmahl der Saft in Glasgefäßen gereicht – bis im Sommer letzten Jahres den Gemeindekirchenrat das Angebot zweier Gemeindeglieder erreichte, Geld für neue Abendmahlskelche, passend zu den übrigen, zu spenden. Dies verlockte dazu, über die bisherige Gepflogenheit nachzudenken. Das geschah unter anderem in zwei Gesprächsrunden, bei denen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Kirch- und Lektorendienstes sich neben einigen anderen Themen auch über die Praxis des Abendmahls austauschten. Im Laufe der Diskussion entstand, bezogen auf die benutzten Glasgefäße, aus dem vorsichtig  geäußerten „gewöhnungsbedürftig“ übereinstimmend der Impuls, das Spendenangebot dankbar (und möglichst bald) anzunehmen und dem neuen Gemeindekirchenrat zu empfehlen, einige in Material, Größe und Design passende Abendmahlskelche samt Kanne anzuschaffen. Ein ästhetischer Gewinn wäre das allemal. Wesentlicher ist vielleicht, durch die äußere Form konkret vor Augen zu haben, dass Saft und Wein, die beim Abendmahl gereicht werden, von gleichem Wert und Rang sind. Der Gemeindekirchenrat stimmte in seiner Dezembersitzung dem Kauf des neuen Abendmahlsgeräts zu. Und am Sonntag, dem 13. Januar, bereicherte es zum ersten Mal den Abendmahlstisch. 

 

Nomen est omen?

Nein, einen neuen Organisten haben wir nicht – aber als Klaus Heller kurz vor Weihnachten heiratete und dabei den Namen seiner Frau (Treu) annahm, inspirierte das die Chorsängerin Ille Bongard zu dem folgenden kleinen Gedicht:

Der Niklaus fährt zur Erde nieder,
tut es wie alle Jahre wieder
am Donnerstag. Er sucht das Haus
von Almut, Ilja und von Klaus.
Doch als er schließlich nach zwei Stunden
den Namen Heller nicht gefunden,
mailed er ans Christkind: “Wo ist Heller?
Ich stehe hier mit Weihnachtsteller!”
Das Christkind mailt: „Aus guten Gründen
kannst du den Namen nicht mehr finden.
Die Probezeit ist jetzt vorbei,
seit heute heißt Klaus Heller T
REU.
Doch wirst du dir das merken können
und ihn in Zukunft auch so nennen?”
Ach, Christkind, denkt der Nikolaus,
ich nenn ihn einfach weiter Klaus.
Auf dass der Name Omen sei:
Klaus, bleib auch Chor und Kirche treu!

 

Kinderchor


A
lle sangesfreudigen Kinder im Alter von 7 bis 12 Jahren sind zum Kinderchor eingeladen. Wir treffen uns ab 23. April mittwochs von 17.15 bis 18.00 Uhr im Kirchvorraum und üben ein Singspiel für den Familiengottesdienst am 13. Juli 2008. Klaus Treu, Telefon: 305 69 76

 
 

Weltgebetstag auf Wanderschaft

von Beate Hornschuh-Böhm

An jedem ersten Freitag im März laden weltweit Frauen aller Konfessionen zur Feier des Weltgebetstages ein. Auch die vier Nachbargemeinden in Zehlendorf-Süd (St. Otto, Stephanus, Zur Heimat und Schönow-Buschgraben) haben sich seit vielen Jahren an dieser ökumenischen Tradition beteiligt und den Gottesdienst gemeinsam vorbereitet und gefeiert. Reihum war dabei eine der vier Gemeinden die Gastgeberin. Nun lebt jede Tradition aber davon, dass es genügend Menschen gibt, die sie aufgreifen, weitertragen und mit ihren eigenen Ideen bereichern. Das jedoch ist uns beim Weltgebetstag nicht mehr recht  gelungen. Neue und vor allem jüngere Frauen ließen sich zum Mitmachen nicht gewinnen, die Zahl der bisherigen (und inzwischen älter gewordenen) Mitarbeitenden wurde immer kleiner; und überdies hatte der Aufwand zur Vorbereitung und Durchführung des Gottesdienstes enorme Ausmaße angenommen. Was also tun? Mitte Dezember 2007 beriet darüber eine kleine Gruppe interessierter Frauen aus allen vier Gemeinden der Südregion und kam zu dem Schluss, in diesem Jahr selbst nicht zu einem eigenen Weltgebetstags-Gottesdienst einzuladen, sondern eine kreative Pause einzulegen und Gottesdienste in anderen Gemeinden und Kirchenkreisen zu besuchen. Vielleicht – so unsere Erwartung – ergeben sich daraus ja interessante Anregungen und Ideen für eine neuartige Gestaltung des Weltgebetstages wieder bei uns. Darüber wollen wir dann Mitte März bei einem Erfahrungsaustausch beraten. Also machen wir uns in diesem Jahr auf den Weg zu anderen Gemeinden, die am 7. März 2008 ihre Kirchen und Gemeindehäuser öffnen zum Weltgebetstag, und wünschen wir uns, dass das diesjährige Motto uns für die Zukunft beflügelt: „Gottes Weisheit schenkt neues Verstehen.“

 

Guyana – Das „Land vieler Wasser“ Die Kooperative Republik Guyana an der Nordküste Südamerikas hieß früher Britisch-Guayana und ist Mitglied des Commonwealth of Nations. Sie erlangte am 26. Mai 1966 die Unabhängigkeit. Die Gesamtfläche des Landes beträgt 214.969 km2. Der Name des Landes, ein Wort aus der Sprache der Amerindians, bedeutet  „Land vieler Wasser“.

 


Eine Auswahl der Veranstaltungen zum Weltgebetstag:

2008 gestalten die Frauen aus Guyana (dem kleinsten Land Südamerikas) die Liturgie.

 

Kirche mit Kindern

Am Freitag, 11.04.2008, findet von 15 bis 18 Uhr unser nächster Kinderbibelnachmittag statt. Unsere Ergebnisse wollen wir im Familiengottesdienst am Sonntag, dem 13.04.2008 um 10 Uhr „den Großen“ vorstellen.
 Im Juni treffen wir uns am Freitag, dem 13.06.2008, von 15 bis 18 Uhr zu einem besonderen Kinderbibelnachmittag. Wir wollen mit euch den Familiengottesdienst vorbereiten, mit dem am Samstag, dem 14.06.2008, um 15 Uhr unser Gemeindesommerfest eröffnet wird.

Wir freuen uns auf euch!

Eure Beate Hornschuh-Böhm,Antje Nörenberg, Agnes Wollny und Cornelia Lubitzsch.

 

 

Ostern

von Esther Kohne, 13 Jahre

In wenigen Wochen feiern wir mit dem Osterfest die Auferstehung Jesu Christi vom Tod. Dieses älteste christliche Fest zeigt uns, dass der Tod nicht als Ende, sondern als Neubeginn des Lebens gesehen werden soll. Aber warum feiern wir Ostern in unterschiedlichen Monaten? Im letzten Jahr lag der Ostersonntag auf dem 8. April, und dieses Jahr feiern wir bereits am 23. März. Den Heiligen Abend feiern wir doch immer am 24. Dezember.
Der römische Kaiser Konstantin legte 325 nach Christus im Konzil von Nicäa fest, dass Ostern immer auf den 1. Sonntag nach dem 1. Vollmond nach dem Frühlingsanfang fällt. Frühlingsanfang ist, wenn der Tag und die Nacht gleich lang sind, man hat sich auf den 21. März verständigt. Der Ostersonntag findet also frühestens am 22. März, spätestens am 25. April statt. Dies gilt vor allem für die Staaten im westlichen Europa, die sich nach dem gregorianischen Kalender richten. Die orthodoxe Kirche in Osteuropa, die sich nach dem julianischen Kalender richtet, hinkt derzeit um 13 Tage hinterher.

Erster Sonntag nach erstem Vollmond nach Frühlingsbeginn

Die durchschnittliche Zeit zwischen zwei Vollmonden beträgt 29 Tage und 12 Stunden. Da der Mondzyklus also kürzer ist als der durchschnittliche Kalenderzyklus, variiert auch das Datum von Ostern über die Jahre. Alle beweglichen christlichen Feiertage werden vom Ostersonntag aus berechnet, so liegt Christi Himmelfahrt 39 Tage und Pfingsten 49 Tage nach Ostersonntag. Aschermittwoch liegt 46 Tage vor Ostersonntag.
Die Wurzeln des christlichen Osterfestes liegen im jüdischen Passahfest. Als Jesus gekreuzigt wurde, feierte man nach der Überlieferung der Bibel gerade das jüdische Passahfest. Mit dem Passahfest wird der Beginn des Frühlings gefeiert, gleichzeitig erinnern die Juden an den Auszug der Israeliten aus Ägypten. Die christliche Tradition hat darüber hinaus auch inhaltliche Elemente des Passahfestes aufgenommen. Dazu gehört das Symbol des Osterlamms, das an die zu Passah im Jerusalemer Tempel geschlachteten Lämmer erinnert. Vor allem aber gilt Ostern ebenso wie Passah als Fest der Befreiung – bei den Christen die Befreiung vom Tod, bei den Juden als Befreiung des Volkes Israel aus der ägyptischen Sklaverei.
Das deutsche Wort „Ostern“ leitet sich vom indogermanischen Wort für „Morgenröte“ ab. Im Mittelalter wurde die Taufe zur Zeit der Morgenröte – also frühmorgens - am Ostersonntag erteilt. Ostern wird von Osten abgeleitet, der Himmelsrichtung, in der die Sonne aufgeht. Der Sonnenaufgang ist Symbol der Auferstehung.

Zwei Feiertage zusammen

In Deutschland liegen die Feiertage so, dass normalerweise nicht zwei Feiertage auf den gleichen Tag fallen können. Die einzige mögliche Ausnahme tritt in den Jahren ein, in denen der Ostersonntag auf den 23. März fällt: Christi Himmelfahrt wird dann zeitgleich mit dem unbeweglichen Tag der Arbeit am 1. Mai begangen. Dieser seltene Fall tritt in unregelmäßigen Abständen etwa einmal pro Jahrhundert ein – so auch jetzt in 2008. Davor war es im Jahr 1913, danach wird dies erst wieder im Jahr 2160 passieren.

 

Ostern ohne St-Peter-Ording geht nicht!

von Josephine Krause

Sechs Busstunden von Berlin entfernt liegt es: St-Peter-Ording!
In St. Peter geht es in den Osternferien immer hoch her. Jedes Jahr fahren viele Busse mit vielen Kindern, Jugendlichen und noch mehr Gepäck dorthin. Das Ev. Jugenderholungsdorf bietet mit seinen elf Häusern viel Platz.
Unsere Gemeinde wird nun auch das vierte Jahr mitfahren. Es gibt viele interessante Ausfl ugsziele, unter anderem den Westküstenpark, den Leuchtturm Westerhever Sand und die Stadt Husum.
Jedes Jahr gibt es eine große Themeneinheit, mit der wir uns beschäftigen, letztes Jahr war es zum Beispiel das Thema
Ostern.
Für alle Jugendlichen, die sich gerne musikalisch betätigen, gibt es viele Angebote. Auch sportlich kann man sich gut beschäftigen. Es gibt Anlagen von Fußball, Basketball oder Volleyball bis hin zu Tischtennis und Minigolf. Man kann lernen in einer Gemeinschaft zu leben und außerdem kann man mit den Jugendlichen aus den anderen Häusern Freundschaft schließen. Es gibt gutes Essen und wir hatten die letzten  Jahre immer viel  Spaß!
Wir laden alle Jugendlichen ab 13 Jahre herzlich ein, an der vierten Fahrt teilzunehmen. Für Spaß und Unterhaltung können wir garantieren.
Wer nicht teilnimmt, verpasst vielleicht die schönsten 2 Wochen  des Jahres! (Hier spricht die Erfahrung!!!)  

 

Ohne Telefon, ohne Auto und ohne Computer
„Unser“ Arzt in Bolivien

von Marion Krajewski


Marion Krajewski hilft bei der Sprechstunde

Fast ein Vierteljahrhundert ist es her, dass ein Mitglied unserer Gemeinde sich erstmals einen direkten Eindruck bei unserem Bolivien-Projekt vor Ort holte. Inzwischen haben sich grundlegende Veränderungen im Projekt, in den politischen Rahmenbedingungen Boliviens und in unserer Gemeinde entwickelt.
Deshalb hegte ich als spanisch sprechendes Mitglied der Boliviengruppe schon lange den Gedanken, nun zum zweiten Mal eine Reise nach Bolivien zum Partnerprojekt unserer Gemeinde zu unternehmen. Bereits 1983 besuchte ich Frau Dr. Ruth Tichauer, die das Projekt ins Leben gerufen hatte und die die Gemeinde seit 1975 unterstützt hat. Ihr Nachfolger, der jetzt 44jährige Arzt Dr. Moises Zavaleta, gehörte damals noch nicht dazu.

Diesmal war das Ziel erstens, Dr. Zavaleta – uns seit vielen Jahren durch Briefe und Berichte bekannt – nun auch persönlich zu treffen und ein paar Tage bei seiner Tätigkeit zu begleiten.
Zweitens: nach einer zusätzlichen finanziellen Unterstützung in Bolivien für seine Arbeit zu suchen.
So startete ich Ende Mai für knapp vier Wochen zu einem 28-stündigen Flug mit vier Zwischenstopps, gewappnet  mit allen erdenklichen Schutzimpfungen und beladen mit zusätzlichen 20 kg Medikamenten für die Patienten unseres Projektes.
Erste Station war für viereinhalb Tage die Stadt Cochabamba, drittgrößte Stadt Boliviens auf ca. 2500 m Höhe mit angenehmem Klima. Zu dieser Zeit war es dort Winter, d.h. dass es vor allem nicht regnet. Cochabamba hatte ich als erstes Ziel anvisiert, um mich an die Höhe zu gewöhnen und das Projekt unserer katholischen Nachbargemeinde St. Otto, ein Zentrum für geistig und körperlich behinderte Kinder, zu besuchen, ebenfalls von einer Deutschen – Frau Eva Marcus – gegründet, die aus Nazideutschland flüchten musste wie seinerzeit Frau Dr. Tichauer.
Außerdem hatte ich von Berlin aus ein Treff en mit dem Leiter des Lateinamerika- Büros vom Hilfswerk Terre des Hommes, Herrn von Borries, vereinbart, der in Cochabamba residiert. Es war ein sehr aufschlussreiches Gespräch, wenn auch ernüchternd. Konkrete Hilfe für Dr. Zavaleta kann Terre des Hommes nicht bieten, da es ausschließlich Kinderprojekte betreut und vor allem auf politischer Ebene tätig ist, d.h. auf die Rechte der Kinder hinweist und hilft, diese durchzusetzen. Herr von Borries gab auch einen Einblick in die jetzige politische Lage im Lande und einige wertvolle Tipps. Der erste Indio- Präsident, der die letzten Wahlen gewonnen hat, Evo Morales, stammt aus der Gewerkschaftsbewegung der ganz armen Ureinwohner des Landes, die jedoch die Bevölkerungsmehrheit stellen. Dementsprechend groß sind die Erwartungen in seine Politik und die Widerstände der reichen politischen Klasse des Landes.
Von Cochabamba aus ging es mit dem Bus durch die atemberaubende Hochgebirgslandschaft über abenteuerliche Straßen (300 km = 9 Std.) nach La Paz,  der größten Stadt des Landes, in der  ich auch der Regierungssitz befindet. Sie liegt wie in einem Kessel des Hochlandes zwischen 3600 und 4000 m.
Dr. Zavaleta  erwartete mich mit seiner „Suzi“, einem alten von unserer Gemeinde finanzierten Suzuki-Geländewagen, am Busbahnhof, von wo aus wir über den 4200 m hohen Pass in das subtropische Gebiet Yungas fuhren, in dem er tätig ist.
Eigentlich war geplant, dass der Arzt mich jeden Tag von meinem Hotel in der Kleinstadt Coroico abholt, um ihn den Tag über bei seiner Arbeit in abgelegenen Dörfern der Yungas zu begleiten. Aber die alte „Suzi“ ließ uns die ganze Woche jämmerlich im Stich. Am ersten Tag blieb sie auf dem Hang zum Hotel stehen. Der unzuverlässige Mechaniker und die sich immer wieder verzögernden Ersatzteillieferungen zwangen uns jeden Tag von neuem, händeringend nach einem Ersatztaxi zu suchen.
An den Wochentagen fährt Dr. Zavaleta über teilweise lebensgefährliche Straßen und Wege vor allem in Schulen, wo er die Kinder untersucht und behandelt. Praktisch alle Kinder sind von Würmern befallen und bekommen deshalb zwei Tabletten, die sie stoisch vor den Augen des Arztes zerbeißen und dann hinunterschlucken. Viele leiden auch an Atemwegs-, Haut- und Durchfallerkrankungen und kleinen Verletzungen. Sie werden durch die harten Lebensbedingungen zur Eigenverantwortung erzogen und bekommen ihre Medizin bis zum nächsten Besuch mit genauen schriftlichen Instruktionen auf dem Papiertütchen mit den abgezählten Tabletten.
Von den Eltern kann niemand kommen, da sie auf dem Feld arbeiten. Hauptsächlich wird dort neben Kaffee, Zitrusfrüchten, Mangos und Papayas vor allem Coca angebaut, die heilige Pflanze der Inkas. Coca ist aus den Kulturen der andinen Völker nicht wegzudenken. Auch wenn aus ihr das berüchtigte Suchtmittel Kokain gewonnen werden kann, enthält sie wichtige Vitamine und Mineralien und dient der Herstellung von Tee, Mehl, Zahnpasta und früher sogar von Coca-Cola.
Anschließend an die Schulvisiten macht Dr. Zavaleta einige „Haus“- bzw. Hüttenbesuche, besonders bei älteren Patienten. An den Wochenenden kommen dann vor allem Erwachsene in die Sprechstunde. So erwarteten am Samstag in einem Dorf in der hergerichteten kleinen Bürgermeisterei 45 und am Sonntag in einem anderen Dorf 75 Patienten den Arzt. Assistiert wird er von einer oder zwei Schwesternschülerinnen aus der benachbarten UAC, der katholischen Landuniversität, wo er auch unterrichtet. Auf einem der vielen Hügel in unberührter Landschaft, 40 Autominuten von Coroico entfernt, befindet sich diese Bildungsstätte. Ca. 600 junge Männer und Frauen aus der Umgebung haben dort die Möglichkeit, eine Ausbildung als Pflegekraft, Lehrer, Tiermediziner oder Landwirt zu durchlaufen. Da die Studenten kostenlos unterrichtet werden, müssen sie zusätzliche Arbeiten verrichten: Beispielsweise wurden die Gebäude größtenteils von den Studierenden selbst gebaut, oder anderes Beispiel: Zwei der uns begleitenden jungen Schwestern mussten drei Monate lang die Ziegenherde der  Uni auf steilen Hängen hüten. Dadurch verlängert sich jede Ausbildung dort um insgesamt ein Jahr. Am Wochenende fahren oder laufen die meisten in ihr Dorf, um Lebensmittel für die kommende Woche zu holen, oder arbeiten, um sich etwas Geld zu verdienen. Einer unserer Taxichauffeure war Pädagogikstudent und wurde vom Taxibesitzer tageweise angeheuert.
Dr. Zavaleta hat neben den 18 Unterrichtsstunden an der UAC die Möglichkeit, auf dem Gelände zu wohnen: eine äußerst ärmliche Behausung, in die man vor einigen Wochen auch noch einbrach und ihm seinen Gaskocher und vor allem seinen Laptop (Geschenk aus Berlin) gestohlen hat. Übrigens: Auf dem  UAC-Gelände mit seinen 700 Bewohnern gibt es weder festes noch mobiles Telefonnetz. Dringende Nachrichten werden von Motorradkurieren überbracht.


Dr. Zavaleta bei der Arbeit

So erlebte ich die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Dr. Zavaleta hautnah. Ich konnte feststellen, wie erwartungsvoll und freudig er von den Patienten empfangen wird, wie viel Zeit er sich für jeden Patienten mit oft vielschichtigen Problemen nimmt und wie umsichtig er mit den Medikamenten umgeht. Weder dafür noch für die Behandlung nimmt er Geld, manchmal aber bekommt er Naturalien in Form von z. B. einem Beutel Cocablätter oder einen Sack Apfelsinen. Krankenkassen gibt es für die Landbevölkerung nicht, und der Staat sorgte sich bisher nicht um diesen Gesundheitssektor. Zwar gibt es theoretisch langfristige Gesundheitsprogramme, wie das zur Eindämmung der Tuberkulose oder das gegen Mangelernährung bei Kindern. Aber deren Durchführung kommt in den Dörfern nicht an, denn sie wird nicht kontrolliert. Einmalige Impfkampagnen dagegen funktionieren ganz gut.

Auch wird jeder junge Mediziner nach Abschluss seiner Ausbildung in einer Stadt für ein Jahr zum Dienst auf dem Lande verpflichtet. Da aber die Ärzte in Bolivien nur für die Bedingungen in der Stadt ausgebildet werden, fühlen sich die meisten mit diesem Dienst auf dem Lande überfordert und mogeln sich darum herum.
In dem Städtchen Coroico nahm ich mit dem Caritas-Büro Kontakt auf. Dort war man zwar an einer Zusammenarbeit mit Dr. Zavaleta interessiert, nicht jedoch in „seinen“ Dörfern, die er nun seit längerem betreut, und auch nur als freier Mitarbeiter ohne Gehalt!

Nach einer guten Woche fuhren wir zurück nach La Paz, wo ich verschiedene Institutionen aufsuchte: die deutsche Botschaft, die eine eigene Abteilung für Entwicklungshilfe hat, den Deutschen Entwicklungsdienst (DED), das luxuriöse Unicef- Gebäude, wo man den Arzt und mich gar nicht erst einließ, und mehrere Nicht-Regierungs-Organisationen, von denen es offensichtlich sehr viele im Lande gibt. Aber jede scheint für sich auf speziellen Gebieten zu arbeiten, sowohl inhaltlich als auch geographisch (Bolivien ist dreimal so groß wie Deutschland).
Ich habe versucht, für Dr. Zavaleta Kontakte zu knüpfen. Nun liegt es an ihm, diese auszubauen und für seine Arbeit fruchtbar zu machen, was er laut letzten Nachrichten auch tut. Beispielsweise hat ihm der Direktor der UAC, ein Geistlicher, den ich auch getroffen habe, eine Gehaltserhöhung versprochen
Als ganz dringend sehe ich das Problem der Mobilität. Für eine effektivere Arbeit braucht Dr. Zavaleta ein wirklich neues Auto. Bei Toyota – die meistverkaufte Automarke in Bolivien - erkundigte ich mich nach dem Preis eines für diese Zwecke geeigneten Geländewagens: 33.000 US-$ weniger 40 % Steuern, wenn der Kauf über die deutsche Botschaft oder die Kirche läuft. Beim heutigen Dollarkurs käme man auf einen Kaufpreis von ca. 15.000 €. Ob wir das schaff en können? Ich würde es mir für Dr. Zavaleta und seine Patienten wünschen!


Schwesternschülerinnen unterstützen Dr. Zavaleta bei seiner Arbeit

 
 
 
 
 

 

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